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Kölner Beiträge zur Musikwissenschaft,
Band 6
Gustav Bosse Verlag, Kassel
254 Seiten; kartoniert |
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Unvollendeten Werken haftet eine besondere Faszination an, insbesondere, wenn ein Komponist früh und unerwartet aus dem Leben geschieden ist. So auch im Falle von Mendelssohns Oratorium "Christus", das im Spannungsfeld zwischen Christen- und Judentum entstand, jedoch den christlichen Glauben des Komponisten offenbart. Mendelssohn skizzierte hier kurz vor seinem Tod 1847 einen Christus, dessen Darstellung sich über sein irdisches Leben hinaus bis zur Höllenfahrt und zum Aufstieg in den Himmel erstreckt. Raphael Graf von Hoensbroech gelingt es, aus Briefen und Autographen des Komponisten eine umfassende und wissenschaftlich fundierte Gesamtuntersuchung des "Christus" zu schaffen. Dabei spannt sich die Darstellung vom geschichtlichen Hintergrund des Werkes bis zur Analyse der einzelnen Sätze und des Notenmaterials. Zusätzlich wagt sich der Autor mit der Untersuchung der religiösen Identität Mendelssohns, mit der Frage nach dem Titel "Christus" und der Thematik des "Letzten Werkes" auf umstrittenes Terrain. Die Untersuchung bewältigt die Gratwanderung, begründete Antworten zu geben, wo sie sich belegen lässt, aber auch Alternativen dort offen zu lassen, wo die Quellen versiegen. |
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Klappentext |
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